Rückblick
1971 gab es mit Predictor den ersten Schwangerschaftstest, den man zu Hause durchführen konnte. Erstmalig hatten Frauen ein einfaches, verlässliches Mittel, um zu prüfen, ob sie schwanger waren oder nicht. Das war ein Meilenstein. Einfach in die Apotheke zu marschieren und nach einem Schwangerschaftstest zu fragen, war jedoch undenkbar. Deshalb enthielten die Predictor Werbeprospekte ein Kärtchen mit dem Aufdruck „Einen Predictor bitte!“. Damit konnte man sich in aller Diskretion einen Test besorgen. In Deutschland heißt Predictor übrigens seit 1984 Femtest!
|
 |
Vom Chemiebaukasten...
Der erste Schwangerschaftstest hatte dezente Ähnlichkeit mit einem Chemiebaukasten. Ein paar Tropfen Urin und destilliertes Wasser wurden in einem Teströhrchen vermischt und mit einer Reaktionsflüssigkeit aufgefüllt. Nach kräftigem Schütteln musste das Röhrchen einige Stunden lang erschütterungsfrei ruhen. Anschließend konnte man das Ergebnis im Spiegel unter dem Röhrchenständer ablesen. Das Experiment hatte etwas von Zauberei. Für die damalige Zeit war das eine technische Meisterleistung. Neun Tage nach Ausbleiben der Periode konnte eine Frau innerhalb von zwei Stunden herausbekommen, ob sie schwanger war oder nicht. Der Test dauerte nur drei Minuten. Man musste jedoch unbedingt den höher konzentrierten Morgen-Urin verwenden.
... zum monoklonalen Antikörpertest
Heutzutage ist die Entwicklung so weit fortgeschritten, dass man zu jeder Tageszeit einen Test machen kann. Außerdem können heute schon minimale Mengen des Schwangerschaftshormons hCG nachgewiesen werden. Der Chemiebaukasten ist dem Antikörpertest gewichen! |