Bewegung

 

Am Ball bleiben!

Sie haben vor Ihrer Schwangerschaft Sport getrieben? Machen Sie weiter! So bleiben Sie in Form, fühlen sich besser und leiden weniger unter Krampfadern und Verstopfung. Hören Sie auf Ihren Körper und respektieren Sie seine Grenzen. Jetzt ist nicht die richtige Zeit, Kondition und Muskelmasse aufzubauen. Wie lange Schwangere Sport treiben können? Das hängt ganz von Ihnen ab. Solange Sie sich wohl fühlen, gibt es keinen Grund aufzuhören.

Keine Rekordversuche

Sie können auch weiterhin laufen gehen. Die dabei auftretenden Stöße und Erschütterungen sind ungefährlich. Wenn Sie es ab dem 4. Monat etwas langsamer angehen lassen und keine Rekorde aufstellen wollen, können Sie im Prinzip so lange weiterlaufen, wie es Ihnen gut tut. Dasselbe gilt für Ballsportarten (Fußball, Hockey, Volleyball und Basketball), Judo und Gymnastik. Doch seien Sie etwas vorsichtig. Ein Ball oder Schläger auf den Bauch kann gefährlich sein. Sprechen Sie mit Ihren Mitspielerinnen. Oft haben die damit mehr Schwierigkeiten als Sie. Badminton und Tennis können Sie bis zum 8. Monat spielen.

Stürze vermeiden

Wenn Sie gerne reiten, Schlittschuh laufen oder Ski fahren, hüten Sie sich vor Stürzen. Fangen Sie mit diesen Sportarten also nicht an, wenn Sie schwanger sind. Wenn Sie sie gut beherrschen, machen Sie ganz normal weiter. Beim Reiten sollten Sie ab dem 4. Monat kürzer treten. Reiten Sie lieber im Schritt oder im stehenden Galopp als im Sitzen. Auf das Springreiten sollten Sie ab dem 4. Monat lieber eine Weile verzichten. Meiden Sie beim Wintersport alles über 2000 m Höhe, damit Sie immer genügend Sauerstoff bekommen. Ab dem 6. Monat wird vom Abfahrtski abgeraten, weil es zu gefährlich ist. Langlaufen ist jedoch weiterhin möglich.

Tanzen

Ballet und Tanz können Sie machen, solange Sie sich wohl fühlen. Nur auf Luftsprünge sollten Sie verzichten. Wenn Sie lieber in der Disco tanzen, denken Sie daran, dass Discos meist sehr verraucht sind. Auch als Nichtraucherin atmen Sie den Rauch ein. Außerdem schwingt die Gebärmutter bei Schall und Schwingungen mit. Wenn Sie die Musik schon laut finden, was wird dann erst Ihr Kind davon halten?

Super! Kein Bauchmuskeltraining mehr!

Fitnessstudiogängerinnen werden sich freuen: Bauchmuskelübungen sind in der Schwangerschaft verboten. Vergessen Sie den Rectus abdominis: Da die Öffnung zwischen den Bauchmuskeln größer ist als sonst, droht eine dauerhafte Schwächung des Bauchmuskelgewebes. Diagonale "Crunchübungen" sind erlaubt und gut zur Stärkung der schrägen Bauchmuskeln. Strengen Sie sich nicht an und hören Sie auf, wenn es schwierig wird oder Sie sich nicht mehr wohl fühlen. Sagen Sie Ihrem Trainer, dass Sie schwanger sind. Sonst glaubt man, Sie hätten nur keine Lust. Wenn die anderen mit dem Crunch beschäftigt sind, machen Sie solange einfach eine andere Grundübung.

Die drei besten Sportarten:
Schwimmen, Radfahren und Spazierengehen

Unbedingt empfehlenswert! So entspannen Sie Ihren Rücken und mobilisieren alle Muskeln. Diese drei Sportarten können Sie, die gesamte Schwangerschaft hindurch ausüben. Fragen Sie im Schwimmbad nach, ob Wassergymnastik für Schwangere angeboten wird. Da können Sie sicher sein, dass Ihnen nicht ein Zappelphilipp versehentlich in den Bauch tritt.