Sie haben erfahren, dass Sie ein Kind erwarten und ganz gleich, ob Sie damit gerechnet haben oder nicht werden Sie erst einmal ganz durcheinander sein. Tausend Fragen und Gefühle schießen Ihnen durch den Kopf. Wir wollen versuchen, einige Ihrer Fragen zu beantworten.

|
 |
Alles anzeigen | Alles verbergen
- Nicht mehr rauchen
Rauchen ist gesundheitsschädlich, vor allem in der Schwangerschaft. Nikotin kann zu Missbildungen des Fötus führen. Es fällt Ihnen schwer, mit dem Rauchen aufzuhören? Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Frauenarzt.
- Empfehlungen für den ersten Monat
Auf der Arbeit
Müssen Sie während der Schwangerschaft gefährliche oder schwere Arbeiten ausführen? Sprechen Sie mit Ihrem Arbeitgeber, Ihrer Gewerkschaft oder Ihrem Betriebsarzt, sobald Sie wissen, dass Sie schwanger sind. Sie haben Anspruch auf eine Anpassung Ihrer Aufgaben.
Katzenklo
Ab sofort sollte jemand anders das Katzenklo sauber machen, sonst infizieren Sie sich womöglich mit Toxoplasmose. Wenn Sie im Garten arbeiten, sollten Sie Handschuhe anziehen.
Fragen Sie Ihren Arzt oder Frauenarzt
Sie sollten schnell einen Termin bei Ihrem Arzt machen. Für einen Termin beim Frauenarzt müssen Sie wahrscheinlich ein paar Wochen Geduld haben. Keine Sorge. Es besteht kein Grund zur Eile. Normalerweise ist der Termin beim Frauenarzt im 2. oder 3. Monat der Schwangerschaft. Notieren Sie schon jetzt alle Fragen, die Sie Ihrem Haus- oder Frauenarzt stellen möchten. Hier einige Links zu Ihrer Information.
- Empfehlungen für den zweiten Monat
Kinderbetreuung
Sie möchten nach der Geburt Ihres Kindes weiterarbeiten? Dann müssen Sie sich jetzt um eine Betreuung kümmern. In der Krippe muss die Anmeldung rechtzeitig erfolgen. In den meisten Betreuungseinrichtungen können Sie Ihr Kind anmelden, sobald Sie wissen, dass Sie schwanger sind.
- Empfehlungen für den dritten Monat
Informieren Sie Ihren Arbeitgeber
Laut Gesetz müssen Sie Ihren Arbeitgeber informieren, sobald feststeht, dass Sie schwanger sind – so früh wie möglich und spätestens 8 Wochen vor dem geplanten Geburtstermin. Es empfiehlt sich, dem Arbeitgeber schon früher Bescheid zu sagen. Viele Frauen tun dies nach ihrem ersten Termin beim Frauenarzt, also im dritten Schwangerschaftsmonat.
Ihr Arbeitgeber kann dann die Art Ihrer Aufgaben überprüfen und Ihnen gegebenenfalls leichtere Arbeiten zuweisen, wenn Ihre Gesundheit oder die Ihres Kindes gefährdet ist. Er kann auch eine Vertretung für die Zeit Ihrer Mutterschaft organisieren, damit es dann keinen Stress auf der Arbeit gibt.
Entlassung?
Werdende Mütter genießen einen gesetzlichen Kündigungsschutz. Auch Ihre Bewerbung auf einen neuen Job darf nicht mit der Begründung, dass Sie schwanger sind, abgelehnt werden. Sie sind im Übrigen nicht verpflichtet, im Bewerbungsgespräch anzugeben, dass Sie schwanger sind.
- Erster Termin beim Frauenarzt
Ihr erster Kontrolltermin ist am ausführlichsten und dauert normalerweise eine halbe Stunde. Ihr Haus- oder Frauenarzt wird Ihnen viele Fragen stellen, um mögliche Probleme während der Schwangerschaft oder Entbindung abzuklären. Beim ersten Termin wird Ihre Krankengeschichte geprüft und es werden verschiedene Tests gemacht. Ihr Arzt oder Geburtshelfer führt eine Routineuntersuchung durch, die von Praxis zu Praxis ein wenig variiert. Er überprüft Ihren Blutdruck, Größe und Gewicht und ordnet eine Urinuntersuchung an. Eine Blutuntersuchung wird gemacht, um Ihre Blutgruppe und Ihren Rhesusfaktor zu bestimmen. Er macht außerdem einen HBsAg- (ansteckende Hepatitis), Syphilis- und Rötelntest und überprüft Ihre Eisen- und Zuckerwerte. Ihr Arzt oder Frauenarzt ermittelt auch den voraussichtlichen Geburtstermin.
- Fragen beim ersten Arzttermin
Bei Ihrem ersten Termin beim Haus- oder Frauenarzt wird Ihre gesamte Krankengeschichte überprüft. Darauf bereiten Sie sich besser vor. Normalerweise kann Ihnen Ihre Mutter über diese Dinge Auskunft geben.
Die Fragen:
- Persönliche Vorgeschichte (chronische Erkrankungen, schwere Krankheiten, kürzlich erfolgte Operationen, zurzeit oder während der Empfängnis eingenommene Arzneimittel, bekannte Allergien (auch Medikamentunverträglichkeiten))
- Persönliche Vorgeschichte (Alter, Beruf, Gewohnheiten wie Rauchen, Alkohol, Sport, Ernährung).
- Gynäkologische Vorgeschichte (Alter bei Einsetzen Ihrer Periode, normale Dauer Ihres Monatszyklus, Dauer und Regelmäßigkeit Ihrer Periode, Abtreibungen, Fehlgeburten und Frühgeburten, Verlauf bisheriger Schwangerschaften, Wehen und Geburten).
Der Arzt untersucht Ihren Allgemeinzustand und ordnet Analysen an (Abstrich, Bestimmung der Blutgruppe, Hämoglobinwert und Urinanalyse). Diese Untersuchungen können von Arzt zu Arzt leicht unterschiedlich sein.
- Bestätigung der Schwangerschaft
Der Arzt oder Geburtshelfer untersucht Sie und überprüft sämtliche bereits sichtbaren Anzeichen der Schwangerschaft, den Termin Ihrer letzten Periode, Ihre Gebärmutter und die wahrscheinliche Woche der Schwangerschaft. Im Zweifelsfall ordnet er noch einen Schwangerschaftstest an.
- Betreuung
Der Geburtshelfer betreut Sie während der gesamten Schwangerschaft, wenn diese „normal“ verläuft. Er überwacht Ihre Gesundheit und die Ihres Kindes und achtet darauf, dass der Fötus gut wächst. Er gibt Ihnen Tipps für eine gesunde Ernährung und Körperpflege während der Schwangerschaft und beantwortet Ihre Fragen. Er kann Sie auch zu Mutterschaft und verschiedenen Arten der Entbindung beraten. Außerdem sorgt er dafür, dass Sie sich entspannt auf die Geburt vorbereiten können.
Die regelmäßigen Kontrolltermine beim Frauenarzt sind sehr wichtig. Sie sind wirklich notwendig und praktisch, vor allem aber auch emotional aufregend. Stellen Sie sich vor, wie spannend es ist, wenn Sie zum ersten Mal den Herzschlag Ihres Kindes hören!
|