Gesund und schön

 

Haarpracht?

Wenn Sie Glück haben, sehen Ihre Haare in der Schwangerschaft einfach wunderbar aus, denn die Talgdrüsen der Kopfhaut sind weniger aktiv. Ihre Haare fetten also nicht so schnell und haben mehr Volumen. Doch leider kann die gesamte Pracht auch in sich zusammenfallen wie bei einem frisch gebadeten Hund. Dann bleibt Ihnen nur eins: Probieren Sie verschiedene Shampoos aus und nehmen Sie das, mit dem Sie am besten zu Recht kommen. Meist dürfte dies ein sehr mildes oder Baby-Shampoo sein.

Trotzdem schönes Haar

Für plattes Haar heißt die Lösung normalerweise Dauerwelle. Als Schwangere können Sie das jedoch vergessen. In den ersten Tagen sieht alles prima aus. Doch dann stehen Sie wieder da wie der sprichwörtliche begossene Pudel – vorbei die Lockenpracht. Mit ein paar Haarspangen, Gummis und Bändern sind Sie besser bedient. Auf das Haarfärben sollten Sie auf jeden Fall verzichten. Man weiß nicht, wie viele Farbstoffe über die Kopfhaut ins Blut gelangen und welche Auswirkungen sie auf das Baby haben. Verwenden Sie lieber ein Colorshampoo. Sie sehen: Noch ist nicht alles verloren!

Endlich Traumnägel – oder auch nicht

Auch schöne Fingernägel sind Glückssache. Bei manchen Schwangeren sind die Nägel fester als vorher. Bei anderen wachsen sie langsamer oder brechen leichter. Zum Glück gibt es eine Vielzahl von Nagelhärtern und -cremes.

Trockene oder fette Haut

Auch die Haut reagiert auf die Hormonumstellung. Möglicherweise wird Ihre Haut sehr trocken oder eben sehr fett. Im zweiten Fall müssen Sie mit Akne rechnen. Vermutlich brauchen Sie eine andere Hautcreme. Mitesser sind glücklicherweise nur ein vorübergehendes Phänomen.

Ein schöner Teint

Schwangere Frauen haben ein höheres Herzminutenvolumen. Außerdem wirkt das Progesteron gefäßerweiternd. Deshalb wird Ihre Haut besser durchblutet. So bekommen Sie die typischen roten Schwangerschaftsbäckchen. Auch Ihre Handflächen werden roter. Wenn Sie unter Couperose leiden, müssen Sie doppelt aufpassen. Durch die bessere Durchblutung kann sich die Lage verschlimmern. Verzichten Sie auf Sonnenbäder, Dampfbad und Sauna! Hüten Sie sich auch vor starken Temperaturschwankungen und waschen Sie das Gesicht nicht mit warmem Wasser.

Massage zur Vorbeugung von Schwangerschaftsstreifen

Schwangerschaftsstreifen sind häufig erblich bedingt. Wenn es Sie trifft, bekämpfen Sie sie mit Bindegewebemassagen. Durch diese Massagen werden die Haut und das darunter liegende Bindegewebe gestrafft. So wird eine Überdehnung vermieden, die auftritt, wenn die Bauchhaut an Elastizität einbüßt. Es entstehen rötlich-blaue Streifen, die manchmal auch jucken. Nach der Entbindung werden sie blasser, verschwinden aber nicht ganz. Ein weiterer Grund, der für Bindegewebemassagen spricht, vor allem, wenn die Neigung zu Schwangerschaftsstreifen in der Familie liegt.
Wenn der Bauch dicker wird, sollten Sie Stützstrümpfe, Miederhose und einen guten BH tragen. Die schnüren nicht ein und mindern das Risiko von Schwangerschaftsstreifen.

Vorsicht Sonne!

In der Schwangerschaft ist die Haut stärker pigmentiert. Toll, werden Sie denken. Sie werden schneller braun und bekommen einen dunkleren Teint. Doch Vorsicht vor Pigmentflecken im Gesicht! Bei blassen Hauttypen werden die Flecken gelblich und treten insbesondere um die Augen herum auf. Man spricht von der so genannten Schwangerschaftsmaske. Sie kann auch nach der Entbindung noch lange anhalten und bei jedem Sonnenbad wieder auftauchen. Tragen Sie also beim Sonnen eine Schirmmütze und verwenden Sie Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor. Oder noch besser: Bleiben Sie mit dem Kopf im Schatten.

Zähne und Zahnfleisch: Kontrolle ist wichtig

In der Schwangerschaft besteht erhöhte Kariesgefahr. Lassen Sie daher den Zahnarzt nachschauen. Keine Angst: Örtliche Betäubung beim Zahnziehen oder Bohren ist erlaubt. Auch eine Fluorbehandlung kann nicht schaden. Röntgenaufnahmen sind ebenfalls gestattet. Sagen Sie Ihrem Zahnarzt, dass Sie schwanger sind. Dann wird er Sie bitten, eine Bleischürze anzulegen. Wenn Sie eine Entzündung haben, gehen Sie schnellstmöglich zum Arzt. Denn aus einer Entzündung können sich Infektionen entwickeln.

Die Sache mit dem Gewicht

In der Schwangerschaft nehmen Frauen im Durchschnitt 12 Kilo zu, doch das kann von Frau zu Frau schwanken. In den ersten drei Monaten beträgt die Gewichtszunahme 1 bis 2 kg. Ab dem 4. Monat geht es dann schneller. Gegen Ende nimmt die künftige Mama wöchentlich ein halbes Kilo zu. Diese 12 Kilo verteilen sich folgendermaßen:

  • 3 – 3,5 Kilo wiegt das Baby.
  • 1,5 Kilo wiegen Fruchtwasser und Plazenta.
  • 2 Kilo entfallen auf die Vergrößerung von Brust und Gebärmutter.
  • 7 kilos sind die Zunahme des Körpergewichts. Sie bestehen aus einem Fettpolster, das den Fötus schützt, einem zusätzlichen Liter Blut und dem im Gewebe eingelagerten Wasser.

Endlich ein Vorwand
für neue Wäsche!

Meist kündigt sich so eine Schwangerschaft an: Die Brüste werden empfindlicher und größer. Die Empfindlichkeit geht rasch vorbei. Aber die Brüste wachsen neun Monate lang immer weiter. Ab ins Dessousgeschäft! Für einen guten BH ist es nie zu früh. Normalerweise legen Sie sowohl bei der Körbchengröße als auch beim Brustumfang um ein bis eineinhalb Größen zu. Praktisch sind BHs mit verstellbarem Verschluss. Fangen Sie mit der kleinsten Einstellung an und verwenden Sie am Ende das letzte Häkchen. Sie können auch mehrere neue BHs und ein kleines Set kaufen... Auf längere Sicht werden auch die Slips nicht mehr so bequem sitzen. Was ist berauschender als schicke Unterwäsche, die sich unter der schönen Kleidung verbirgt? Auch wenn nur Sie sich daran erfreuen...